Der Einfluss des Darms auf die Psyche

Stimmungsschwankungen und Depressionen können eine Ursache in einer Dysbalance des Darmmikrobioms (Darmflora) haben, die durch gezielte Diagnostik und Behandlungstherapie wieder ins Gleichgewicht gebracht werden kann.

Das Darmmikrobiom besteht aus zahlreichen Mikroorganismen, die für unsere Gesundheit eine wichtige Rolle einnehmen. In einem Gramm Darmschleimhaut befinden sich ca. 1 Billion Bakterien. Im Dickdarm befinden sich die meisten Darmbakterien, die allein dort bereits ca. 500 verschiedene Arten umfassen. Auch im Dünndarm finden sich zahlreiche Darmbakterien, die für unsere Gesundheit unerlässlich sind.

Ein gesundes Darmmikrobiom hat folgende Aufgaben (Auswahl):

  • Aufrechterhalten der intakten Darmbarriere
  • Aufrechterhalten und Reifung des Immunsystems
  • Abwehr krankheitsfördernder Mikroorganismen
  • Produktion von Vitaminen
  • Förderung des Abbaus von Kohlehydraten und Eiweißen

Manchmal gerät das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht z.B. durch die Einnahme von Antibiotika, in Stressbelastungen und bei bestimmter Ernährung.

Ist das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht gekommen, kann dies u.a. zu Stimmungsschwankungen und Depressionen führen. Der Darm hat über die Nervenfasern eines bestimmten Nervs dem sog. Nervus Vagus eine direkte Verbindung zu unserem Gehirn und sendet fortwährend Informationen zum Gehirn, die unser Gemüt beeinflussen können.

Auch beeinflusst die Zusammensetzung unseres Darmmikrobioms unser Verlangen auf bestimmte Nahrungsmittel wie z.B. zuckerhaltige Nahrungsmittel. So ist es häufig, dass in melancholischen und depressiven Phasen das übermäßige Verlangen auf zuckerhaltige Nahrungsmittel gegeben ist, teilweise mit einem beinahe unstillbaren Verlangen. Die zuckerhaltigen Nahrungsmittel verstärken die Dysbalance des Darmmikrobioms, und dies führt zur weiteren Schwächung der Psyche. Eine fortwährende Spirale ist in Gang gesetzt, die sich belastend auf die Psyche auswirkt. Dieser Kreislauf kann durchbrochen werden!

Mit gezielter Diagnostik und gezielter Behandlungstherapie u.a. bestehend aus Präbiotika, Probiotika und Ernährungsempfehlungen kann sowohl das Darmmikrobiom als auch die Psyche positiv gestärkt werden.

Bei Bedarf sprechen Sie mich gerne an.

Ihre Elke Katharina Fischer